2012

#6 Antisemitismus

28.1.2012
Der Workshop bietet einen Überblick über Formen von Antisemitismus in Gegenwart und Vergangenheit. Gemeinsam mit euch und den Referent_innen werden die zentralen Äußerungen von Antisemitismus herausgearbeitet und der Frage nachgegangen, was Antisemitismus mit unserer Gesellschaft zu tun hat.

Materialien:
* Vorträge: „Einführendes zur Kritik des Antisemitismus“ von Gabriele Kammerer, Associazione Delle Talpe und Olaf Kistenmacher.
* Text: „Nationalsozialismus und Antisemitismus“ von Moishe Postone.
* Video: „Der Rote FadenTeil 9 – Antisemitismus.


#7 Feminismus

17.3.2012
Der Workshop soll anlässlich des Internationalen Frauenkampftages am 8. März die Aktualität und Bedeutung feministischer Theorie und Praxis aufzeigen. Durch einen (kurzen) historischen Rückblick sollen der Ursprung feministischer Theorie und Praxis aufgezeigt und beleuchtet werden. Anschließend soll ein Überblick über die Aktualität des Themas (aktuelle Arbeitsfelder, Themen und Kämpfe) geliefert und darüber mit den Teilnehmer*innen gemeinsam diskutiert werden.

Teamer_innen: Naturfreundejugend Berlin (NFJ).


#8 Faschismus

31.3.2012
Da viele junge Menschen sich als antifaschistisch verstehen, möchten wir in diesem Workshop mit euch genauer auf Faschismustheorien blicken und gemeinsam herausarbeiten, wodurch Faschismus gekennzeichnet ist.

Teamer_in: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR).

Materialien:
* Website: Faschismustheorie.de von Mathias Wörsching.


#9 Input.Spezial: 1. Mai & Repression

28.4.2012
Es ist bald Mai und neben der traditionellen „Revolutionären 18 Uhr-Demo“ und der Walpurgisnacht stehen auch die Actionsweeks kurz bevor. Da es bekanntlich im Umfeld des Ersten Mai immer wieder zu Festnahmen und Repressalien seitens der Bullen kommt, veranstaltet der EA-Berlin in Kooperation mit Input-Berlin einen Workshop zum Thema Antirepression. Neben Fragen wie „Was nehme ich zu einer Demo mit?“, „Was tue ich wenn ich festgenommen wurde?“ oder „Darf ich bei einer Bullenvorladung einfach zu Hause bleiben?“ wird es um viele weitere spannende Themen gehen, die wir uns gemeinsam erarbeiten möchten.

In Zusammenarbeit mit dem Ermittlungsausschuss Berlin (EA).

Materialien:
* Bezugsgruppenreader.


#10 Kapitalismus

28.4.2012
In diesem Workshop sollen gemeinsam die Grundbegriffe der Marxschen Kapitalismusanalyse (Produktionsmittel, Mehrwert, Tauschwert…) erarbeitet werden. Anschließend soll über das Funktionieren und Widerstandsmöglichkeiten innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft diskutiert werden

Teamer_in: Naturfreundejugend Berlin (NFJ).

Materialien:
* Buch: „Kritik der politischen Ökonomie – Eine Einführung“ von Michael Heinrich.
* Vortrag: „Einführung in den Kapitalismus“ von Nadja Rakowitz.


#11 Repression

26.5.2012
Das Anarchist Black Cross Berlin möchte gemeinsam mit euch über die eher hässlichen Seiten politischer Praxis diskutieren: Repression und Knast. Wie verhalte ich mich, wenn mich die Bullen festnehmen, was passiert, wenn ich in den Knast müsste, wie kann ich aus der politischen Isolation ausbrechen und was bedeutet Solidarität? Der lange Arm des Gesetzes hat viele Facetten, aber auch wir haben viele Möglichkeiten uns diesen zu widersetzen und Strategien zu entwickeln, die uns aus der Defensive hervor holen können. Bis nicht alle frei sind, ist niemand frei!

Referent_in: Anarchist Black Cross Berlin (ABC).

Materialien:
* Rechtshilfe-Broschüre: „Was tun, wenn’s brennt“ (PDF).
* Rote Hilfe e.V.
* Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Berlin.
* EA Berlin.


#12 Antiziganismus

30.6.2012
Vor allem in Osteuropa, aber auch in Deutschland zeigt sich die historische Kontinuität von Diskriminierungen gegen Sinti und Roma. Gemeinsam mit euch möchten wir genauer antiziganistische Zustände und die Herstellung dieser strukturellen Diskriminierung betrachten.

Referent_in: Markus End.

Materialien:
* Broschüre: „Sinti und Roma“.
* Buch: „Antiziganistische Zustände 2“.
* Antiziganismus Watchblog.


#13 Trans* / Transphobie

Was, wenn die bei der Geburt formal festgestellte Geschlechtszugehörigkeit eines Menschen nicht mit dessen gefühlter Geschlechts-Identität übereinstimmt? Wenn Menschen „im falschen Körper“ geboren werden oder sich gar nicht erst in das stählerne Gehäuse der Zweigeschlechtlichkeit einpressen lassen wollen? Oft, aber bei Weitem nicht immer, kommt es früher oder später zu der bewussten Entscheidung, das eigene Geschlecht zu leben und sich nicht länger von der Gesellschaft vorschreiben zu lassen, wer und wie mensch zu sein haben müsse.

Wir wollen uns anlässlich des Internationalen Aktionstages gegen Trans-Pathologisierung mit den verschiedenen Facetten von Transgender befassen. Wie ist der Begriff entstanden? Wer versteht sich als Trans* / Transgender? Und warum werden Menschen, die nicht den herrschenden Vorstellungen von „Mann“ oder „Frau“ entsprechen, auch in Berlin Tag für Tag angefeindet oder sogar körperlich angegriffen.Es handelt sich um einen Einführungsworkshop, der keine besonderen Vorkenntnisse voraussetzt.

Teamer_in: TransInterQueer e.V.


#14 „My body is a weapon“

3.11.2012
Beim Sport steht der Körper extrem im Vordergrund, daher ist es auch ein Bereich, in dem u.a. Sexismus und Geschlechterrollennormen immer wieder zutage treten und gestärkt werden. Es fängt bei der Jungen/Mädchen-Trennung im Schulsport an und hört bei der öffentlichen Wahrnehmung, welche Sportart zu welchem Geschlecht am besten passt, auf. Auch Gewalt spielt in vielen Sportarten eine Rolle und zeigt sich besonders durch ihre unterschiedliche Sozialisation im Sportverhalten. Daher wird es auch einen theoretischen Teil geben, der sich dem Thema „Sexismen im (Kampf)Sport“ hauptsächlich widmet und damit auch ein Raum für eure Erfahrungen sein soll.


#15 Queer

17.11.2012
Was genau bedeutet das label queer – Für uns, für feministische Gruppen, für Einzelpersonen, für politische Praxis, für unseren Alltag. Für Wikipedia bedeutet es: „Queer [‚kwɪə(ɹ)] ist ein Fremdwort aus der englischen Sprache und bezeichnet als Adjektiv Dinge, Handlungen oder Personen, die von der Norm abweichen. Ursprünglich drückte es meist eine negative Einstellung zu der Abweichung oder dem Abweichler aus.“

Als AK Feminismus machen wir queer-feministische Politik, dh. wir hängen nicht fest an „der Frau“ und dem was dieses Konstrukt häufig
beinhaltet. Wir wollen mit Euch gemeinsam diskutieren und auf eure Fragen antworten und ein bisschen Input gibt es auch. offen für alle, auch ohne Vorkenntnisse.

Teamer_in: AK Feminismus der Naturfreundejugend Berlin.


#16 Queerfeministische Ökononomiekritik

1.12.2012
Queerfeministische Ökonomiekritik ist ein Schlagwort, das seit einigen Jahren in der linken Szene herumgeistert. Aber was genau soll man sich unter dieser Begriffsansammlung vorstellen? Was haben Geschlechterverhältnisse mit Ökonomie zu tun? Wie geht eine feministische Perspektive mit Kapitalismuskritik zusammen und was soll dann auch noch das „queer“? In der Veranstaltung wollen wir gemeinsam herausfinden, was eine queerfeministische Ökonomiekritik beinhaltet, und diskutieren, inwiefern das ein für emanzipatorische Politik brauchbarer Ansatz sein könnte. Eingeladen sind wie immer alle – sowohl Menschen, die schon eine Vorstellung von (Queer)Feminismus und/oder Kenntnisse der Kritik der politischen Ökonomie haben, als auch solche, die sich in beidem unsicher fühlen und trotzdem oder gerade deshalb neugierig sind. Was sicherlich nicht stattfinden wird ist eine Marxexegese oder eine Schlammschlacht zwischen orthodoxen marxistischen und feministischen Besserwisser_innen.

Teamer_in: Naturfreundejugend Berlin (NFJ).

Materialien:
* Text: „Care als zentrales Strukturproblem kapitalistischer Vergesellschaftung und dessen feministische Bearbeitung“ von Lisa Haller (PDF).
* Text: „Die Theorie der geschlechtlichen Abspaltung und die Kritische Theorie Adornos“ von Roswitha Scholz.


#17 Antifa und Männlichkeit

15.12.2012
Was ist überhaupt Männlichkeit? Was macht Antifa-Politik aus und wieso ist sie an so vielen Punkten besonders bei jungen Männern beliebt? Warum gibt es auch in der Antifa Unterdrückungsverhältnisse? Die Gesprächs- und Entscheidungsstrukturen und die Ausrichtung der Antifa-Politik gehören auf den antisexistischen Prüfstand.
Wir reden über Symbole und Idole, um Tücken der alltäglichen Antifa-Arbeit, samt Heldentum und Revierverhalten. Unterdrückungsmechanismen schaffen sich aber nicht von selbst ab, nur weil sie vielfach in Diskussionen erkannt und benannt werden. Es geht also um die Entwicklung neuer Perspektiven und um konkrete Umsetzungsmöglichkeiten. Antifa ist zu wichtig, als es nur bei Kritik zu belassen. Dieser Workshop ist frei für alle Geschlechter.

Teamer_in: antifaundmaennlichkeit.wordpress.com